Prinzipien und Empfehlungen für eine hirngesunde Ernährung

Viele Beschwerden und Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit unserer Ernährungsweise. Unser moderner Lebensstil und unsere modernen Essensgewohnheiten sind zumindest teilweise als krankmachend zu bezeichnen. Insbesondere Fertiggerichte und Zusatzstoffe schädigen unseren Körper. Der aktuelle Verzehr von Zusatzstoffen (Farbstoffe, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Aromastoffe, etc.) liegt inzwischen bei ca. 25 kg pro Kopf im Jahr. Viele „moderne Lebensmittel“ führen nicht nur zu Magen- und Darmproblemen, zu Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes und zu Mangelerscheinungen, sondern sie schädigen auch die Grundregulationsmechanismen im Körper und die Funktionen unseres Nervensystems und unseres Gehirns.

Doch bevor wir ins Detail gehen, einige allgemein gültige Grundsätze:

1. Diese Empfehlungen sind Empfehlungen, kein Dogma! Alle Empfehlungen haben ihre guten Gründe. Doch es sind Empfehlungen, Sie bestimmen, was Ihnen schmeckt. Doch bedenken Sie, wenn man gesund und fit alt werden will, geht es nicht mehr nur darum, zu essen, was einem schmeckt, sondern man sollte immer fragen, was einem gut tut und dieses dann lecker zubereiten, so dass man es mit Freude genießen kann. Doch dazu gehört ein Umdenken. Freuen Sie sich darauf, etwas Neues zu lernen und kreativ umzusetzen

2. „Weniger ist mehr!“ Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Die Evolution hat unseren Körper aber eher auf Mangel programmiert. Alles Zuviel tut uns nicht gut! „Weniger“ ist immer noch eines der wichtigsten Grundlagen für ein gesundes Leben. Dazu gehört ein entspanntes, ruhiges, genussvolles Essen, beschränkt auf wenige, regelmäßig eingenommene Hauptmahlzeiten. Kein ständiges Essen zwischendurch. Und nicht zuletzt gehört dazu, dass die Speise gut gekaut und eingespeichelt wird. “Gut gekaut, ist halb verdaut!” Aber auch Fasten im moderaten Ausmaß und natürlich der Verzicht auf Genussmittel wie Nikotin und Alkohol.
Hippokrates (der „Vater aller Ärzte“): „Der Wein ist ein Ding, in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet, vorausgesetzt, dass er bei guter und schlechter Gesundheit sinnvoll und im rechtem Maße verwandt wird.“

3. Das könnte ein Ziel sein:
Hippokrates:
Eure Lebensmittel sollen eure Heilmittel sein
und eure Heilmittel sollen eure Lebensmittel sein.

Ein Beispiel aus der Natur:
Was unterscheidet eine Bienenkönigin von den unfruchtbaren Arbeiterinnen? Genetisch nichts, lediglich die Fütterung mit Gelee royal führt zur Veränderung der Genexpression und damit zur Wandlung von einer normalen Arbeiterin zur Königin.

Also, Ernährung ist unwichtig? Hauptsache genügend Kalorien? Auf alles andere wie z.B. Zusammensetzung und Mikronährstoffe muss nicht geachtet werden?
Für viele, insbesondere die „Zivilisationskrankheiten“ wie Diabetes mellitus Typ 2, Herzerkrankungen, Osteoporose und viele andere mehr gilt: Solange nicht irreparable Endzustände erreicht sind, sind bei vielen erkrankten Menschen durch Lebenstiländerungen Besserungen bis hin zu echter Heilung möglich.

Noch einmal Hippokrates:
Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig. Übe den Körper. Atme reine Luft. Und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Arznei!
Das Ziel bleibt: Hochwertige (bio), frische (saisonal und regional…) Nahrungsmittel. Möglichst wenig verarbeitet. Schonende Zubereitung zur Vermeidung von Verlusten an Mikronährstoffen. „Low Carb“, denn Kohlehydrate fördern Entzündung, Übersäuerung, Hypercholesterinämie. Mehr Proteine aus hochwertigen pflanzlichen und tierischen Quellen. Gutes Fett.

Vollwertkost
Gut für unseren Körper ist alle Nahrung, die frisch vom Erzeuger und ohne industrielle Behandlung auf den Tisch kommt. Bekömmlich ist, was möglichst unbehandelt (ohne Begasung, Ozonisierung, Bestrahlung, Verfärbung oder Homogenisierung etc.) ist. Auf möglichst schonende Zubereitung durch Dünsten, Kochen, vorsichtiges Grillen oder langsames Garen ist zu achten. Viele Lebensmittel sollten frisch und ohne weitere Verarbeitung gegessen werden.
Dabei sollte man auf einen hohen Anteil an Gemüse und Obst achten, mit dem Ziel eine Gemüsemenge von über 500 g bis 1 kg Gemüse pro Tag zu essen.
An Getreide sind unbehandelte Getreideprodukte (Reis, Hirse, Quinoia, Gerste, Buchweizen usw.) vorzuziehen, also ohne Talkum, Rieselhilfe und Antiklump-Behandlung! Weizen sollte eher gemieden werden.
Auch Milchprodukte sollten deutlich eingeschränkt werden.
Fleisch sollte nur ca. 1-2 x à 100 g pro Woche auf den Tisch kommen.
Demgegenüber sollten Fisch oder Meerestiere unsere Küche weit häufiger bereichern, nämlich mindestens 2-3x à 150 g Portionen pro Woche.
Zu vermeiden sind alle Formen von Fertiggerichten, weil sie durch Zusätze geschönt und haltbar gemacht wurden (Bleichmittel, Transfette, Stabilisatoren, Emulgatoren, Geschmacksverstärker oder künstliche Aroma- und Farbstoffe).
Unser Körper, insbesondere aber auch unsere Nervenzellen, brauchen wertvolle Baustoffe, Nähr- und Schutzstoffe aus lebendigen hochwertigen Lebensmitteln.
Wer gerne mediterran oder asiatisch isst, findet in beiden Küchen optimale Grundlagen. Aber auch deutsche Hausmannskost lässt sich durch Änderung mancher Gewohnheiten sehr schmackhaft und gesund, auch nervengesund, zubereiten.

Unsere Ernährung besteht im Wesentlichen aus drei Hauptnährstoffen:

- Fette – Eiweiße – Kohlenhydrate

Fette
Bezüglich der Fette und Öle bestehen viele Mythen und Irrtümer. Eine wesentliche Voraussetzung für eine hirngesunde Ernährung ist für die meisten Menschen ein Wechsel zu ungehärteten pflanzlichen Fetten, zu hochwertigen Ölen.
Empfohlen wird der Verzicht von Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl oder ähnliches und der Wechsel zu Leinöl, Rapsöl und Walnussöl. Als Salatöl und zum Verfeinern eignet sich hochwertiges Olivenöl. Es sollte immer auf Bioqualität geachtet werden. Das gilt insbesondere auch für das Leinöl und das Rapsöl. Öle sollten in dunklen Flaschen gekauft, im Kühlschrank gelagert und wegen der kurzen Haltbarkeit zügig verbraucht werden.
Natives Kokosöl eignet sich gut zum Braten.
Gut und wichtig für unser Gehirn ist Stigmasterol, ein „pflanzliches Cholesterin“ was u.a. in größeren Mengen in Avocados, Zucchinis und Auberginen enthalten ist. Aber auch in Roggen, Soja und Dinkel.

Schädliche Transfettsäuren
Transfette sind Gift für die Nervenzellen, weil sie sich quasi als falsche Hirnbausteine in den Nervenzellen einlagern. Transfettsäuren erhöhen das LDL-Cholesterin und sind Mitverursacher der Arterosklerose (Artereinverkalkung) und damit der Koronaren Herzkrankheit und des Herzinfarktes.
Je fetter das Fleisch ist und je weniger artgerecht die Tiere gehalten wurden, desto höher ist der Anteil an diesen schädlichen Fettsäuren. Empfohlen wird, Zubereitungen aus fettem Fleisch in Form von Wurst und Wurstwaren zu meiden. Lediglich magerer Bratenaufschnitt von Tieren aus artgerechter Haltung kommt in Frage.
Dies betrifft auch sämtliche fettreichen Milchprodukte. In Deutschland ist der Verzehr von Milchprodukten in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen und hat zu einer Zunahme von Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen geführt. Bei der Weiterverarbeitung von Milchprodukten insbesondere bei der Wärmeanwendung entsteht unter Hitze gesundheitsgefährdendes Transfett. Bei allen Milchprodukten sollten also wenn, dann die fettarmen und möglichst wenig bearbeiteten Produkte, wie fettarmer Quark und Joghurt aus biologischer Herkunft bevorzugt werden. Der Butter- und Sahnekonsum sollte eingeschränkt werden.

Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren
Unser Hirnwachstum und unser Stoffwechsel ist auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren angewiesen. Nämlich die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Das Mengenverhältnis der beiden Baustoffe war während der längsten Zeit unserer menschlichen Entwicklungsgeschichte 1:1. Derzeit beträgt das Mengenverhältnis bei deutscher Gemischtkost („Normalkost“) jedoch 1:21. Es ist also dringend notwendig dieses Verhältnis zu verändern. Dies gelingt nur mit einem Ölwechsel. Unser menschliches Gehirn ist darauf angewiesen die Omega-3-Fettsäuren und hier insbesondere das DHA (Docosahexaensäure) in weit höherer Konzentration zu erhalten, als dies landläufig bei einer Normalkost gelingt.
Dazu ist es nötig, 2-3mal pro Woche Fisch zu essen. Zwei Mahlzeiten mit je 150 g Fisch pro Woche sind eigentlich ein „Muss“ auf jedem Speiseplan. Fische mit der geringsten Belastung an Schwermetallen und Schadstoffen sind derzeit Seelachs, Hering, Makrele, Scholle und Zander. Fische aus Züchtungen sollten möglichst in Bioqualität gekauft werden; ansonsten ist Aquakultur wegen hoher Medikamentengaben eher bedenklich.
Wer partout keinen Fisch essen mag, kann die geforderten 2 g Omega-3 Fettsäuren, davon ca. 500 mg DHA, pro Tag auch als Nahrungsergänzung aus kultivierten Meeresalgen in Kapselform zu sich nehmen.
Auch Wildtiere können empfohlen werden, da auch sie eine relativ hohe Menge an DHA enthalten. Wildtiere reichern DHA in ihrem Muskelfleisch an. Allerdings ist es in weiten Landesteilen immer noch üblich, dass Wild mit bleihaltiger Munition zu schießen. Daher ist es wichtig, die Quelle zu kennen.
Fleisch aus Massentierhaltung sollte gemieden werden. Weniger ist mehr. Tiere, die nicht artgerecht gehalten werden, haben im Verhältnis zu ihren freilebenden Artgenossen ein 6-fach schlechteres Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Diese Verschiebung erzeugt eine chronische Entzündungsneigung in allen Geweben und führt im Gehirn zu einer Störung der Nervenzellneubildung.
Leinöl und Rapsöl enthalten auch Omega-3-Fettsäuren, davon müssten aber täglich 0,2 l konsumiert werden, um den Bedarf zu decken.

Gesunde Hirnnahrung: Ketonkörper
Eine optimale Energiequelle für unser Gehirn ist Kokosöl(fett). Kokosöl kann leicht zu Ketonkörper abgebaut werden, die eine ideale Energiequelle für Nervenzellen darstellen. Natives Kokosöl, nicht zu verwechseln mit dem raffinierten Kokosöl, wie beispielsweise in Palmin enthalten, wird aus dem frischen Fruchtfleisch der Kokosnuss kalt gepresst. Es reichen über den Tag verteilt ca. 3 Esslöffel natives Kokosöl um die Gedächtnisleistung spürbar zu verbessern. Kokosöl ist hoch erhitzbar und kann daher hervorragend als Bratöl verwendet werden. (Mit Kokosöl braten und dansch vor dem Essen einige Tropfen nicht erhitztes, reines Olivenöl (erste Pressung, biologisch) darüber träufeln.)
Ketonkörper werden auch während des Fastens gebildet. Empfohlen wird daher, eine tägliche „Fastenzeit“ von mind. 12-14 Std. einzuhalten, möglichst 16 Std. (Intervallfasten). Beispiel: Essen sie nach dem Abendbrot um 18.00 bis zum Schlafen nichts mehr (insbes. keine Kohlehydrate; Mandeln in kleinen Mengen sind erlaubt) und frühstücken Sie dann um 10.00 Uhr. Oder wenn Sie abends später essen, reduzieren Sie ihr Frühstück auf einen Kaffee oder Tee und freuen sich auf ein gesundes Mittagessen gegen 12.00 Uhr. (Weitere informationen finden Sie im GU Ratgeber: “Intervallfasten” von Dr. Bracht.)

Kohlenhydrate
Wir unterscheiden bei den Kohlenhydraten kurzkettige und langkettige Kohlenhydrate. Die kurzkettigen Kohlenhydrate (Glukose, Fruktose, Galaktose und Maltose) lassen ihren Blutzucker schnell in die Höhe gehen und schaden damit letztendlich ihrem Gehirn. Das bedeutet, dass Sie bitte alle Süßgetränke, Snacks usw. weglassen. Auch zuckerreiche Marmeladesorten sollten nur wenig verzehrt werden. Wenn man sie selbst kocht, verringert man am besten den Zuckeranteil und ergänzt mit dem Zuckeraustauschstoff aus der Stevia. Schokolade kann durchaus bis zu 30 g am Tag konsumiert werden, wenn sie einen hohen Gehalt an Kakao enthält (85 Prozent). Auch auf ein Dessert muss nicht verzichtet werden z.B. in Form von selbstgemachtem Eis, selbstgebackenem Kuchen mit Kokosfett statt Butter oder einer selbstgemachten heißen Schokolade mit reinem Kakao und Mandelmilch.
Aber auch die Weißmehlprodukte (insbesondere Weizen!) sollten reduziert und dafür der Anteil an Vollkornprodukten und grünen Gemüsesorten erhöht werden. Ideal wäre es, insgesamt glutenfreie/arme Getreide (Reis, Hirse, Hafer, Dinkel, Buchweizen, Amaranth, Quinoa) oder aber glutenreiche (Weizen, Roggen, Gerste) in der Vollkornvariante zu essen und den Obst- und Gemüseanteil auf 700g – 1 kg/Tag zu erhöhen. Walnüsse und Mandeln sind ebenso geeignete Energiequellen.

Gewürze
Die Natur stellt uns viele wertvolle Pflanzenwirkstoffe zur gesunden Hirnentwick-lung zur Verfügung. Die Einnahme kann direkt über das Essen (wie z.B. Curcuma und andere Gewürze im Curry), grüne Smoothies oder in Form von Tees und Tinkturen erfolgen. Nutzen Sie viele, auch frische Gewürze, sie enthalten meist erhebliche Mengen an Spurenelementen und Vitaminen.

Trinken
Trinken Sie täglich mehrere Tassen grünen Tee, griechischen Bergtee oder Johannis-krauttee z.B. auch enthalten in der Teemischung „Concentration“. Überhaupt sollte 2-3 Liter reines oder mit Teekräutern angereichertes Wasser täglich getrunken werden.
Zur Versorgung mit Lithium eignet sich lithiumreiches Mineralwasser. Es reicht, wenn Sie davon täglich 2-3 Gläser trinken. Zu einem guten Essen darf auch ruhig 0,1 Liter Wein oder 0,3 Liter Bier pro Tag getrunken werden. Allein die Dosis entscheidet, ob Alkohol als „Heilwein“ oder Nervengift zu betrachten ist.

Belastende Stoffe
Kaufen Sie vor allem biologisch, möglichst lokal produziert, da der Schadstoffgehalt sehr viel geringer und der Gehalt an Vitalstoffen sehr viel höher ist.
Den Nitritgehalt ihrer Ernährung können Sie ganz einfach reduzieren, indem Sie sich angewöhnen, an Spinat, Salat oder rote Beete immer ein paar Tropfen reine Zitrone zu geben. Beim Braten und Backen achten Sie darauf, dass Sie nicht scharf anbraten, sondern nur für eine leichte Bräunung sorgen. Auf gepökelte Fleisch- und Wurstwaren sollten Sie verzichten, da das Pökelsalz in unserem Körper in Nitrit und hochgiftige Nitrosamine umgewandelt wird und damit nicht nur krebserregende sondern auch neurotoxische Wirkungen entfalten kann.
Weichmacher aus Plastikverpackungen oder Flaschen verbannen Sie bitte in Zukunft aus ihrer Küche wegen der bekanntlich neurotoxischen Wirkung. Bisphenol A der chemische Grundbaustein unserer modernen Plastikwelt kommt in der Küche vor allem in PET-Flaschen, Tupperware und Plastikfolien vor. Insbesondere beim Erhitzen oder beim Einfrieren können daraus die Weichmacher in unsere Lebensmittel übergehen. Leider entkommt man diesem modernen Wahn kaum, man kann ihn jedoch reduzieren. Verwenden Sie zum Einfrieren z.B. gefriergeeignete Glasbehälter, reduzieren Sie PET-Flaschen und kaufen Sie keine Dosen mit innenliegender Beschichtung. Auch alles Aluminiumgeschirr inkl. Aluminiumkochtöpfe und Alufolie sollten Sie aus ihrer Küche verbannen. Aluminium ist hochtoxisch für unsere Nervenzellen und gelangt, besonders wenn es mit Säuren in Kontakt kommt, über die Nahrung in unseren Körper.
Verzichten Sie auch auf beschichtete Kochgefäße. Das krebserregende Acrylamid aus diesen Beschichtungen könnte austreten und, insbesondere beim Zubereiten von Kartof-felgerichten, krebserregende und nervenzellschädigende Produkte bilden. Verwenden Sie stattdessen reine Eisen-, Stahl- oder Emaille-Pfannen und –töpfe.

Zum Schluss:
Lassen Sie sich bitte nicht erschlagen! Machen Sie einen Anfang! Übernehmen Sie eine Sache aus diesen ganzen Empfehlungen: z.B. das tägliche Fasten von 12-14 Std. Oder braten Sie mit Kokosfett. Ersetzen Sie Butter durch Kokosfett. Setzen Sie mehr Gemüse auf ihren Speiseplan. Essen Sie weniger Fleisch und mehr Fisch. (In Marne dürfte das nicht schwierig sein.) Kaufen Sie häufiger mal Bio-Qualität, regional und saisonal. Und, und, und… Versuchen Sie ihren Alkoholkonsum zu reduzieren. Trinken Sie nicht gedankenlos, sondern genießen Sie abends in Ruhe ein Glas Wein oder auch einmal eine schöne Tasse Tee. Versuchen Sie das Rauchen zu reduzieren. Fangen Sie mit Nur-draußen-Rauchen, Nicht-im-Auto-Rauchen, Nur-nach-dem-Essen-Rauchen… an.
Machen Sie einen Anfang, ihr Körper und auch ihr Gehirn (Geist) wird es Ihnen danken!

Siehe auch: Kognitive Einschränkungen und Alzheimer-Krankheit.
und Transfettsäuren und PD Dr. Michael Nehls: Alzheimer ist heilbar – Rechtzeitig zurück in ein neues Leben. Ernährungsempfehlungen Dres. Karner, Dr. C. Daumann.

Leckere Rezeptvorschlage aus der mediterranen Küche, der asiatischen Küche und der Hausmannskost:

Leckerer Kakao selber gemacht

Zutaten:
0,5 – 1 Liter Mandelmilch, Sojamilch oder
Kokosmilch
2-4 Eßl. Gutes, reines biologisches
Kakaopulver
1 Esslöffel Kokosöl
Evtl. 1 Vanillestange
Stevia zum Süßen, je nach Geschmak
Goviosid
50 – 100 ml Sojasahne

Zubereitung:
Etwas Milch abnehmen und mit dem Kakaopulver und einem Eßlöffel ohne Zusätze Zuckerersatz zu einer glatten Flüssigkeit verrühren, die restliche Milch mit dem Inhalt der ausgekratzten Vanilleschote und dem Kokosöl aufkochen, die Kakaomischung zugeben und 1-2 Minuten weiter auf geringer Hitze kochen lassen.Die Sojasahne je nach Geschmack zugeben und heiß trinken.

Leckeres Buchweizen Frühstück

Zutaten:
250 g grob geschroteter Buchweizen
1 Liter Wasser
250 g Seidentofu
1 Eßl. Kokosöl
1 Prise Salz
150 g Heidelbeeren, Himbeeren oder anderes
Beerenobst
Stevia zum Süßen

Zubereitung:
Wasser mit Salz und Kokosöl aufkochen. Buchweizenschrot einstreuen einmal unterrühren, aufkochen und dann nach zehn Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte quellen lassen. Zwischenzeitlich Beerenobst mit dem Zuckerersatz und dem Seidentofu mischen. Grütze in die Teller füllen und die Mitte eine Schöpfkelle von der Frucht-Tofu- Mischung geben und mit Zuckerersatz weiter abschmecken.

Italienische Minestrone

Zutaten:
1 Liter Wasser
1 Bund Suppengrün
ca. 500 g verschieden frische Gemüse
2-3 Tomaten
1 Zwiebel
Liebstöckel, ggfs. Oregano oder Thymian
2- 3 Teel. Meersalz
1-2 Eßl. Kokosöl
2-3 feste Kartoffeln oder
150 g Ökovollkornnudeln
zum Bestreuen frisch geriebener Parmesan
1-2 Teel. Olivenöl auf die gefüllten Teller zur
Abrundung

Zubereitung:
Gemüse und Suppengrün putzen, grob zerkleinern. In einem großen Topf, ohne Tomaten, hellbraun anbraten, das heiße Wasser mit Salz zugeben und ca. 15-20
Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Liebstöckel, Thymian usw. 5 Minuten mit-kochen. Ggffs. die grob zerkleinerten Kar-toffeln mitkochen oder Nudeln nach 10-
12 Minuten zugeben und weitere 15 Minuten köcheln. Mit Salz abschmecken, Teller mit Parmesan bestreuen und 2 Teel. Olivenöl zugeben.

Marinierte Möhren

Zutaten:
1 kg mittelgroße Möhren
4 Eßl. Kokosöl
6 Eßl. Balsamico-Essig
1 Eßl. zerstoßene Koriandersamen
1 Eßl. Zuckerersatz
3 Eßl. Mandelkerne
Salz
3 Eßl. Olivenöl geräucherte Forellenfilets frisch geriebe-ner Meerrettich frisch gerie-bener Apfel

Zubereitung:
Die Möhren schälen, Stiel und Wurzelansätze entfernen, Möhren in ca. halbzentimeter dicke Scheiben schräg schneiden. In Kokosöl an-
braten, Zuckerersatz darüberstreuen. Den Koriandersamen dazugeben, mit Balsamico- Essig ablöschen, etwas salzen. Die Mandelkerne ohne Fett in einer Pfanne wenden, hellbraun anrösten und vor dem Servieren über die Möhren streuen. Die Forellenfilets mit dem Meerrettich-
Apfel-Gemisch anrichten. Dazu Vollkornbrot reichen

Aubergine und Zander im Tomatenbett

Zutaten:
750 g Auberginen
750 g Tomaten
2 Knoblauchzehen
4 Eßl. Kokosöl
2 Teel. Salz

1 Teel. getrockneter Oregano
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/8 l trockener Weißwein
2 Teel. Basilikumblättchen
200 g Zander oder Schollenfilet pro Portion

Zubereitung:
Die Auberginen in Scheiben schneiden. Die Tomaten grob hacken. Die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben darin anbraten. Bei Herausnehmen gut abtropfen lassen. Die Tomaten und den Knoblauch mit dem restlichen Öl in der Pfanne anbraten. Das Fischfilet dazugeben. Mit Salz, Oregano, Basilikum und Pfeffer würzen. Den Wein zugießen und ca. 20 Minuten offen köcheln lassen bis eine dickliche Soße entstanden ist.
Die Auberginenscheiben in der Soße erhitzen. Dazu körnigen Vollkornreis oder Ofenkartoffeln reichen.

Linsenpfanne mit Fischfilet

Zutaten:
250 g Berglinsen
1 Stück Ingwer
5 getrocknete, ungeschwefelte Aprikosen
1 Bund Suppengemüse
1 grüne Paprikaschote
1 Fenchelknolle
200 g Champignons
1 Kartoffel Sojasoße
200g Fischfilet pro Person
Curry Kurkuma Salz
4 Eßl. Kokosöl
4 Eßl. Olivenöl
Petersilie

Zubereitung:
Die Linsen waschen und gut mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen. Das Ingwerstückchen und die Aprikosen klein schneiden, zu den Linsen zugeben und alles ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme garen. In der Zwischenzeit das Gemüse in Streifen schneiden. Das Kokosöl in der Pfanne erhitzen, das Gemüse hineingeben und
unter ständigem wenden etwa 3 – 4 Minuten
garen.

Fruchteis mit Kokosmilch

Zutaten:
200 ml Kokosmilch
175 ml Sojasahne
200 g frische, vollreife gekühlte Früchte z.B. Himbeeren
50 g Zuckerersatz, z.B. Goviosid
1 Eigelb
Saft einer Zitrone

Zubereitung:
Zucker, Eigelb und Milch aufschlagen. Gewaschenes Obst mit Zitronensaft pürieren und der geschlagenen Sahne vermischen. Entweder die fertige Eismischung in einer Eismaschine mit Kühlakku unter rühren kühlen lassen oder die fertige Mischung in
ein Gefrierfach geben und bei Gelegenheit
selber umrühren, damit das Eis locker bleibt und nicht zu fest wird.

Guten Appetit!

Weitere Rezepte finden Sie z.B. in:
Newport, Marry „Alzheimer vorbeugen und behandeln. Die Keton-Kur: Wie ein natürliches Fett die Erkrankung aufhält“, Kirchzarten VAK 2014

Königs, Peter „Das Kokos-Buch“. Natürlich heilen und genießen mit Kokosöl und Co., Kirchzarten, VAK 2013

Prof.Dr.rer.nat. Vormann, Jürgens, Dr. med. Tiedemann, Klaus „Die Anti-Alzheimer-Diät. Essen gegen das Vergessen“, Gräfe und Unzer Verlag, 2.Auflage 2014